Das Warfthus Borkum
Die Geschichte von Hermann auf der Höh
Eine besondere Freundschaft: Die Aufnahme des regelmäßigen Linienverkehrs mit dem Festland im Jahre 1892 ließ den Tourismus zur wichtigsten Existenzgrundlage der Borkumer werden. Im Sommer jenes Jahres machte sich auch die Familie Huber, eine Kohlenhändlerfamilie aus Strassburg, auf den weiten, damals drei Tage dauernden Weg nach Borkum. Aber es waren weniger die herrlichen Strände oder die gesunde Luft, die sie anlockten – es war die Jagd! Vor allem Dr. Willi Huber, aber auch sein Vater Carl und sein Bruder Oskar, waren leidenschaftliche Jäger und hatten gehört, dass die Jagd auf Seehunde eine besondere Herausforderung und ein einzigartiges Erlebnis sein soll. Kaum auf Borkum angekommen erkundigten Sie sich nach Möglichkeiten zu jagen und lernten so zwangsläufig Hermann Akkermann kennen.
Der knurrige Seebär nahm auch diese Herausforderung an und wurde so zum „Jagdführer für Feriengäste“ auf Borkum. Von da an kam die Familie Huber Jahr für Jahr nach Borkum – zunächst aus Strassburg, später nach der Vertreibung aus dem Elsaß aus Karlsruhe und ab den 30er Jahren aus Essen an der Ruhr. Die Gästezimmer im Haus von Hermann Akkermann wurden zum Feriendomizil. Zwischen Hermann Akkermann und Willi Huber entwickelte sich eine Freundschaft, den beiderseitigen Respekt bezeugt noch heute ihr erhaltener Briefwechsel. So waren die beiden auch Hobbydichter und tauschten regelmäßig ihre „Werke“ aus. Später setzte Willi Huber seinem Freund Akkermann eine Art Denkmal: Er verfasste das einzige Buch, das über die Seehundsjagd an der Nordsee verfasst wurde („Hohe Jagd auf der Nordsee”) und widmet es „diesem großen Mann“.
Die erste Borkumreise unserer Familie im Sommer 1893: Hintere Reihe rechts: Unsere Urgroßmutter Helene Huber geb. Raab (1859-1939) und Ihr Mann, der "kaiserliche geheime Kommerzienrat" Carl Huber (1848-1914), untere Reihe rechts sitzend: Unser Großvater Willi Huber (1879-1957) und sitzend rechts sein Bruder Oscar (1881-1957). Man beachte die Strandbekleidung!
Strandleben im Jahre 1937: Von links nach rechts: Unser Großvater "Opapa" Willi Huber, sein Bruder Oscar mit seiner Frau Hertha, unsere Großmutter "Omama" Irma Huber, hinten unser Vater Wolfgang mit seiner Schwester Gerda (vorne) und seinem Bruder Heinz (rechts).
Strandmode im jahre 1932 mit Irma Huber, rechts
Vor dem Pricken (von links: Guido Jötten, genannt "Väterchen", ein enger Freund der Familie; Hermann Akkermann, user Großvater Willi Huber, nicht identifiziert, unser Vater Wolfgang Huber
Beim Pricken
Nach erfolgreichem "Buttje-Fang": Rechts fie Freunde Hermann Akkermann und unser Großvater Willi