Das Warfthus Borkum
Die Geschichte von Hermann auf der Höh
„Hermann auf der Höh“: Das Haus „Süderstr. 21“, erbaut Ende des 19ten Jahrhunderts, ist untrennbar mit dem Namen „Hermann Akkermann“ verbunden. Ein Gang in das Heimatmuseum von Borkum verdeutlicht, dass es sich um eine wichtige Persönlichkeit der Borkumer Geschichte handelt. Dieses Haus diente als Wohnhaus für seine große Familie, gleichzeitig betrieb er dort eine kleine Landwirtschaft. Da das Grundstück damals außerhalb des vor Sturmfluten besonders geschützten alten Ortskerns lag, baute er es auf eine Aufschüttung (Warft), weshalb es noch heute von den Insulanern vielfach „Warfthus“ genannt wird. So erklärt sich auch sein Spitzname: Da es auf Borkum bekanntlich viele „Akkermänner“ gab und gibt, hieß er „Hermann auf der Höh’!“
Drei Berufe: Hermann Akkermann hatte neben der Landwirtschaft noch zwei weitere „Berufe“. Er war Vormann des Rettungsbootes - damals natürlich ein Ruderboot. Man muss die Nordsee an einem stürmischen Novembertag erlebt haben, um ermessen zu können, aus welchem Holz diese Retter geschnitzt waren. Schließlich hatte er noch einen speziellen, heute eher befremdlich klingenden Nebenerwerb: Er war „Seehundjäger“ und brachte diesen Beruf auch durch ein Schild an seiner Haustür zum Ausdruck – eines der oft fotografierten Motive der Insel. Leider wurde das Original von „Souvenirjägern“ gestohlen. Da Seehunde damals so zahlreich waren, dass sie die Fischbestände gefährdeten und als „Plage“ galten, bekam er eine Prämie für jeden Seehundskopf, den sie bei den Behörden vorlegen konnten. Ein lohnendes Nebengewerbe!
Hermann Akkermann, ein großer Borkumer und ein einmaliger Freund unserer Familie: Von Beruf Bauer, Vormann des Rettungsbootes, Seehundsjäger - und Fremdenführer. Im Hobby Jäger, Schriftsteller und Dichter! Ein echtes "Muli-Talent"!
Hermann Akkermann (1932)
Hermann Akkermanns "Jungfernflug" 1932 mit unserem Onkel Rudolf von Waldthausen und unserer Gromutter Irma
Tennisanlage (1932). Diese ersten Tunier um die Jahrhundertwende spielten unsere Vorfahren noch am Strand (bei Ebbe!!!) und mit Vorgabe. Da sie recht gute Spieler waren, spielten sie mit Vorgabe - minus 40, d. h. sie mussten pro Spiel 3 Punkte machen, bevor es 0:0 stand.
Bild vom 1. Rundflug von Hermann Akkermann: Nordstrand mit Nordsee-Hotel